Kann Schwindel rein hormonell entstehen – selbst wenn MRT, Neurologie, Augenarzt und HNO absolut unauffällig sind?
Kurzantwort:
Ja. Und hormonelle Ursachen gehören zu den am häufigsten übersehenen Schwindel-Auslösern überhaupt.
Sie wirken direkt auf:
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Blutdruck
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Herzfrequenz
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Kreislaufregulation
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Atmung
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Nervensystem
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Wahrnehmungsverarbeitung
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Schlaf
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Temperaturregulation
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Energieumsatz
Wenn Hormone aus dem Gleichgewicht geraten, fühlen sich viele Menschen benommen, schwindelig, wattig im Kopf, instabil, lichtempfindlich oder wie „neben sich“.
Und das kann passieren bei:
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Schilddrüsenunterfunktion
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Schilddrüsenüberfunktion
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starkem Stress
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zyklusbedingten Hormonschwankungen
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prämenstruellen Symptomen
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Eisprung
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Perimenopause
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Menopause
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Nebennierenschwächeähnlichen Zuständen
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Eisenmangel
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Vitamin-D-Störungen
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niedrigen oder hohen Cortisolwerten
Zusammenfassung:
Die wichtigsten hormonellen Schwindel-Ursachen:
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Schilddrüsenunterfunktion → niedriger Blutdruck, Benommenheit
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Schilddrüsenüberfunktion → Herzrasen, Unruhe, Wahrnehmungsstress
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Cortisol-Dysregulation → Benommenheit, Schwäche, Stressschwindel
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Zyklusphasen → Progesterin & Östrogen beeinflussen Kreislauf + Gehirn
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PMS/PMDS → starke sensorische Überempfindlichkeit
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Eisprung → Östrogenpeak → migräneartige Instabilität
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Perimenopause → massive Hormonfluktuationen → Schwindel
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Menopause → niedriger Östrogenstatus → Blutdruck & Temperatur
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Eisenmangel → Sauerstofftransport gestört → Benommenheit
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Nebennierenerschöpfungähnliche Zustände → Pseudohypoglykämie & Schwäche
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Hitzewallungen → Gefäßreaktionen → Kurzzeitschwindel
Wenn du dich „schwankend“, „benommen“, „wie in Watte“ oder „instabil“ fühlst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Hormone beteiligt sind.
1. SCHILDDRÜSE – der heimliche Taktgeber für Kreislauf, Energie & Gehirn
Die Schilddrüse steuert:
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Stoffwechsel
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Herzfrequenz
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Blutdruck
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Temperatur
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Energielevel
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Nervensystem
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Muskelfunktion
Schon kleine Verschiebungen können Schwindel erzeugen.
1.1 Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Typische Schwindelmechanismen:
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niedriger Blutdruck
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verlangsamter Puls
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reduzierte Herzleistung
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Müdigkeit der Nackenmuskulatur
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verlangsamte visuelle Verarbeitung
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sensorische Reizüberforderung
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Benommenheit
Menschen beschreiben:
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„Ich bin wie betäubt.“
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„Mir wird schnell wackelig.“
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„Der Kopf fühlt sich matschig an.“
Eine Hypothyreose erzeugt den typischen „Watte-Schwindel“.
1.2 Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Mechanismen:
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Herzrasen
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hoher Puls
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Nervosität
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Kreislaufüberaktivierung
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Überempfindlichkeit gegenüber Reizen
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Schwindel durch Angst-ähnliche Symptome
Viele fühlen sich dabei:
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innerlich vibrierend
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überdreht
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instabil bei Kopfbewegungen
Das Gleichgewichtssystem wird überstimuliert.
1.3 Hashimoto-Schwindel
Hashimoto erzeugt Schwankungen zwischen:
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Überfunktion
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Unterfunktion
→ Schwindel, wechselnde Benommenheit, Müdigkeit, Herzrasen, instabile Kreislaufreaktionen.
Typisch:
„Manchmal geht alles – dann wieder gar nichts.“
2. STRESSHORMONE & CORTISOL – der Turbo für stressbedingten Schwindel
Cortisol bestimmt:
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Energie
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Blutzucker
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Kreislaufstabilität
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Reizverarbeitung
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Muskelspannung
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Stressreaktion
Bei Dysregulation entstehen:
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Benommenheit
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inneres Zittern
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Schwindel beim Aufstehen
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Unwirklichkeitsgefühle
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Kreislaufinstabilität
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Wahrnehmungsstress
2.1 Hoher Cortisolspiegel (Stresshochphase)
Symptome:
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Herzrasen
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Unruhe
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Überempfindlichkeit
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Wahrnehmung wie „zu schnell“
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Benommenheit
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Schwindel nach Stressereignissen
Alles wirkt greller, schneller, intensiver.
2.2 Niedriger Cortisolspiegel (Erschöpfungsphase)
Typische Symptome:
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Morgenschwindel
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niedriger Blutdruck
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instabile Energie
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Benommenheit nach dem Aufstehen
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Schwäche nach Belastung
Typisch für:
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langfristigen Stress
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Überlastung
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Schlafmangel
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postvirale Zustände
3. Zyklusbedingter Schwindel – Östrogen, Progesteron & die sensorische Sensibilität
Der weibliche Zyklus hat große Auswirkungen auf:
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Kreislauf
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Gehirn
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Stimmungen
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Temperaturregulation
3.1 PMS & PMDS – die extremen Varianten
Viele Frauen haben:
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Benommenheit
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Wahrnehmungsprobleme
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innere Unruhe
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Lichtempfindlichkeit
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geringere Belastbarkeit
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Schwindel bei Kopfbewegungen
Kurz vor der Periode sinken Progesteron und Östrogen →
Das Gehirn wird reizsensibler.
3.2 Eisprung-Schwindel
Am Eisprung:
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Östrogen auf Maximum
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Gefäße reaktiv
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Migräneanfall oder Migräne light möglich
Typisch:
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Benommenheit
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einseitiger Kopfdruck
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visuelle Sensitivität
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leichte Übelkeit
3.3 Periode
Niedrigste Hormone → niedrigste Kreislaufstabilität.
Zusätzlich:
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Blutverlust
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Eisenmangel-Risiko
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niedriger Blutdruck
→ Schwindel häufig.
4. Perimenopause – die chaotischste Phase des Lebens
Perimenopause bedeutet nicht „langsame Menopause“.
Es bedeutet Hormon-Achterbahn.
Mechanismen:
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Östrogen spikes → Migräneanfälle
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Progesterin drops → Schlafstörungen
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Cortisolinstabilität
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hohe Stressreaktion
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Nackenspannung
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Temperaturprobleme
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Blutdruckschwankungen
Perimenopausale Frauen berichten extrem häufig:
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Benommenheit
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Schwindel im Supermarkt
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Unsicherheit beim Gehen
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fluktuierende Symptome
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starke Müdigkeit
Es ist KEIN psychisches Problem.
Es ist ein Regulationsproblem.
5. Menopause – niedrige Östrogenlevel & ihr Einfluss auf Schwindel
Östrogen steuert:
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Gefäßweite
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Temperatur
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Herzfrequenzvariabilität
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Gehirndurchblutung
Niedriges Östrogen verursacht:
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Schwindel
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innere Unruhe
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Schlafstörungen
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Hitzewallungen → kurzzeitiger Schwindel
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instabiler Blutdruck
Viele Frauen sagen:
„Ich fühle mich nicht krank – aber nicht stabil.“
6. Eisenmangel – die häufigste übersehene Ursache
Eisenmangel bewirkt:
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schlechte Sauerstoffversorgung
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niedrigen Blutdruck
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Atemveränderungen
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Herzklopfen
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Schwäche
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Benommenheit
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Konzentrationsprobleme
Selbst leichte Mängel machen Schwindel.
7. Vitamin-D-Störungen
Niedriges Vitamin D führt zu:
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Muskelschwäche
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Nackenverspannung
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Instabilität
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Benommenheit
8. Nebennierenschwächeähnliche Zustände
Nicht im schulmedizinischen Sinne – aber real existierende funktionelle Zustände:
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niedrige Energie
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Schwindel am Morgen
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Benommenheit nach Stress
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Unfähigkeit, Belastung zu tolerieren
Es handelt sich um Cortisol-Rhythmusprobleme – nicht um eine echte Erkrankung.
Fazit
Warum Hormone so oft Schwindel verursachen – der „Master-Mechanismus“
Hormone steuern den Körper auf einer so grundlegenden Ebene, dass selbst kleinste Verschiebungen in Richtung:
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zu viel
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zu wenig
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zu schnell
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zu langsam
zu massiven Wahrnehmungsstörungen führen können.
Schwindel ist dabei nicht das Hauptproblem – sondern nur das Symptom einer tieferen Instabilität.
Es ist das sichtbare Ende einer komplexen biologischen Kette:
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Hormone steuern den Blutdruck
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Blutdruck steuert die Gehirndurchblutung
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Gehirndurchblutung steuert Wahrnehmung
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Wahrnehmung steuert Gleichgewicht
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Gleichgewicht steuert Sicherheitsempfinden
Wenn ein Glied dieser Kette instabil wird, wackelt die ganze Wahrnehmung.
Warum MRT, CT und HNO absolut normal sind – und trotzdem hormonelle Schwindel existieren
Hormonelle Schwindelursachen sind:
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funktionell
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systemisch
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dynamisch
Sie erzeugen KEINE strukturellen Schäden.
Darum sieht man:
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keine Entzündung
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keine Läsion
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keine Schädigung
Aber das System funktioniert trotzdem nicht richtig.
Diese Diskrepanz führt dazu, dass viele Betroffene sich unverstanden fühlen.
Die unterschätzte Rolle der „Reizfilter-Sensibilität“
Hormone beeinflussen, wie dein Gehirn Reize verarbeitet:
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Licht
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Geräusche
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Bewegung
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Muster
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Menschenmengen
Die Reizfilter im Hirnstamm arbeiten anders, wenn:
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Östrogen schwankt
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Cortisol hoch ist
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die Schilddrüse instabil ist
Darum fühlen sich hormonell instabile Phasen oft an wie:
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Benommenheit
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Nebel
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leichte Orientierungslosigkeit
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Schwindel
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mentale Überlastung
Es ist KEIN psychologisches Phänomen – es ist neurobiologisch.
Warum Frauen hormonellen Schwindel viel häufiger erleben als Männer
Frauen durchlaufen mehr hormonelle Hoch- und Tiefphasen:
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monatlich (Zyklus)
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jährlich (Stresszyklen)
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langfristig (Perimenopause, Menopause)
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postpartal
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postinfektiös
Diese Übergänge destabilisieren den:
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Kreislauf
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Stoffwechsel
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Schlaf
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Nacken
-
Gleichgewichtssinn
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visuelle Verarbeitung
Darum sind Frauen in der Schwindelstatistik dominierend.
Warum Stresshormone der „Zünder“ für den hormonellen Schwindel sind
Stress bringt jedes Hormonsystem aus der Balance.
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Cortisol steigt → Nervensystem überreizt
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Cortisol sinkt → Kreislauf schwach
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Schlaf gestört → Wahrnehmung instabil
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Muskelspannung hoch → Nacken-Schwindel
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Atem flach → Benommenheit
Stress wirkt wie ein Verstärker.
Was du aus diesem Artikel mitnehmen solltest
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Hormone steuern deinen Kreislauf.
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Hormone steuern deine Wahrnehmung.
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Hormone steuern deine Energie.
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Hormone steuern deine Reizfilter.
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Hormone steuern deine Stabilität.
Schwindel ist oft das erste Warnsignal eines Systems, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Häufige Fragen zu Schwindel durch Hormone
Hormone steuern Kreislauf, Nervensystem, Wahrnehmung und Stressreaktion.
Schon kleine Schwankungen können Benommenheit, Unsicherheit, Derealisation oder
Schwindel auslösen – oft zyklisch, situationsabhängig und ohne sichtbaren Befund.
Können Hormone Schwindel auslösen?
Ursachen für Benommenheit und Unsicherheitsgefühl.
Kann die Schilddrüse Benommenheit machen?
Kreislauf, Gehirndurchblutung und Nervensystem.
Warum fühle ich mich morgens schwindelig?
besonders bei Stresserschöpfung oder Schlafmangel.
Warum bekomme ich Schwindel beim Eisprung?
Flüssigkeitshaushalt und Reizverarbeitung im Gehirn.
Warum werde ich vor der Periode unsicher?
und verstärkt sensorische Empfindlichkeit.
Können Hitzewallungen Schwindel machen?
kurzfristig die Gehirndurchblutung verändern.
Macht Eisenmangel Schwindel?
häufig zu Benommenheit und Leistungseinbruch.
Kann Stress hormonellen Schwindel verstärken?
und Geschlechtshormone gleichzeitig.
Ist hormoneller Schwindel gefährlich?
aber oft sehr belastend im Alltag.
Warum fühle ich mich „wie in Watte“?
verlangsamte Reizverarbeitung und mentale Dämpfung.
Wie fühlt sich Menopause-Schwindel an?
mit innerer Unruhe und Schlafstörungen.
Kann hormoneller Schwindel visuell sein?
Reizempfindlichkeit und Überforderung.
Hilft Bewegung?
Hormonachsen und das Nervensystem.
Kann man hormonellen Schwindel heilen?
sobald Ursache und Regulation stimmen.
Was tun gegen PMS-bedingten Schwindel?
und Zyklusbewusstsein sind entscheidend.
Warum werde ich nach Stress schwindelig?
destabilisiert Kreislauf und Wahrnehmung.
Kann die Pille Schwindel erzeugen?
Regulation von Gefäßen und Nervensystem ein.
Muss ich zum Arzt?
oder zusätzlichen Symptomen: ja.
Hilft Blutdruckmessen?
den Blutdruck deutlich.
Was ist der wichtigste Schritt?
Stressreduktion und Lebensrhythmus.
