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Hilfe & Therapie – Die Standardbehandlungen
Du hast bereits die Schwindel Untersuchungen gemacht und sehr wahrscheinlich hast du entweder keine Diagnose (Alle Untersuchungen OK = Schwindel ohne Befund) oder mehrere Diagnosen (z.B. psychisch, HWS, CMD, etc.) In beiden Fällen solltest Du zunächst die vorgesehenen Behandlungen prüfen. Wenn Du keine klare Diagnose hast, ist dies gleichbedeutend mit phobischem Schwankschwindel, welcher oft auch somatoformer oder psychischer Schwindel bzw. Angstschwindel genannt wird. Es ist die zweithäufigste Schwindelform in Deutschland. Wie wird dieser Schwindel nun standardmäßig behandelt?
- Psychotherapie: Hier wird unterschieden zwischen Verhaltenstherapie (man geht davon aus, dass im Leben etwas falsch gelernt wurde und man deshalb etwas neues Lernen muss) und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (hier geht es um einen Zusammenhang der Beschwerden, der Lebenssituation und der Lebensgeschichte). Die Verhaltenstherapie dauert bis zu 60 Sitzungen (etwa 1,5 Jahre) und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie meist doppelt so lange (ca. 2-3 Jahre).
- Psychopharmaka / Antidepressiva: Mit diesen Medikamenten, beispielsweise den selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI), werden unter anderem Depressionen, Angststörungen und Panikattacken behandelt. Sie werden auch zur Behandlung von phobischem Schwankschwindel eingesetzt.
Jetzt fragst Du dich bestimmt: Was? Ich habe absolut keine psychischen Probleme, alles ist in bester Ordnung und Chemiekeulen nehme ich garantiert nicht. Gibt es sonst keine Möglichkeiten diesen verfluchten Schwindel loszuwerden? Glücklicherweise gibt es weitere Methoden, aber die 2 genannten Behandlungen werden tatsächlich am häufigsten empfohlen. Wir haben die Erfahrungen von Betroffenen mit diesen Behandlungen im Buch geschildert. Mache dir über die Erfahrungsberichte selber ein Bild und entscheide dann, ob dies für dich in Frage kommt oder nicht.
Schwindelfrei werden – Schwindel selbst behandeln
Wenn Du mit den Standardbehandlungen Deine Symptome nicht bessern konntest, wird es Zeit über alternative Methoden nachzudenken. Diese kannst Du natürlich auch schon parallel zu den Standardbehandlungen beginnen. Wir haben auf Basis der Erfahrungen von vielen Betroffenen 7 Bereiche identifiziert, die unserer Meinung nach enorm wichtig sind, für die Benommenheitsschwindel Therapie.
Wir gehen davon aus, dass Du in einem Dreieck aus Schwindel, Angst und Verspannungen gefangen bist. Was zuerst da war und ob der Schwindel durch Angst, HWS, CMD oder einem initialen Stressereignis bzw. einer Panikattacke ausgelöst wurde, bleibt oft dauerhaft unbekannt.
Es ist sehr wichtig, dass Du das gesamte Paket an Maßnahmen anwendest. Wenn Du z.B. bislang mit Physiotherapie gegen die Verspannungen angehst und der Schwindel trotzdem gleich wieder kommt, liegt dies oft daran, dass deine Angst immer noch da ist und dadurch wieder die Verspannungen triggert. Machst du umgekehrt nur etwas gegen deine Angst (z.B. durch Psychotherapie), können die Verspannungen erneut Schwindel auslösen. Schwindel erzeugt automatisch auch Angst. Stress begünstigt Verspannungen. Dadurch kommen Deine Symptome immer wieder zurück. Du musst diesen Kreislauf durchbrechen, indem Du an allen Baustellen arbeitest.
Schwindel Gegenmaßnahmen – Was tun wenn schwindelig?
Wie lässt sich Schwindel erfolgreich stoppen? Im folgenden sind einige häufig bei Schwindel angewendete Therapien & Maßnahmen aufgeführt, von denen aber nicht alle ratsam oder erfolgversprechend sind:
- Übungen gegen Schwindel & Verspannungen
- Medikamente gegen Schwindelanfälle
- Hausmittel & Homöopathie
- Physiotherapie – Erfahrungen
- CBD-Öl
- Schwindeltraining
- Osteopathie
- Chiropraktik
- Mineralstoffe
- Mikronährstoffe
- Akupunktur & TCM
- TENS gegen verspannungsbedingten Schwindel
- Entspannungsübungen – siehe auch Entspannungsübungen mit Alexa
- Atlaskorrektur
- Hypnose
- Akupressur
- Psychotherapie – Erfahrungen
- Antidepressiva – Erfahrungen
Die Erfahrungen, Tipps und Erfolgsaussichten zu diesen Schwindeltherapien kannst Du jetzt in unserem „Schwindel Erste Hilfe“ Newsletter lesen:
Wenn Du selbst schon Schwindeltherapien durchgeführt hast, kannst Du gerne deine Erfahrungen und Tipps teilen. Vielen Dank!
Häufige Fragen zu Hilfe & Therapie bei Schwindel
Viele Betroffene stehen nach zahlreichen Untersuchungen vor ähnlichen Fragen.
Hier findest du eine erste Orientierung zu gängigen Therapieansätzen bei Schwindel.
Diese Inhalte ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.
Was bedeutet „Schwindel ohne Befund“?
(z. B. Neurologie, HNO, Bildgebung) unauffällig sind.
In vielen Fällen entspricht dies einem phobischen Schwankschwindel,
der auch als somatoformer, psychischer oder Angstschwindel bezeichnet wird.
Ist eine fehlende Diagnose gleichbedeutend mit psychischem Schwindel?
Schwankschwindel zugeordnet. Das bedeutet nicht, dass man sich den Schwindel
„einbildet“, sondern dass körperliche, psychische und muskuläre Faktoren
zusammenspielen und sich gegenseitig verstärken können.
Welche Standardbehandlungen werden bei phobischem Schwankschwindel empfohlen?
(Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Therapie)
sowie Psychopharmaka wie Antidepressiva (z. B. SSRI).
Diese Ansätze werden von Ärzten am häufigsten empfohlen.
Wie lange dauern Psychotherapien bei Schwindel in der Regel?
(ca. 1,5 Jahre). Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapien
dauern häufig deutlich länger, oft 2 bis 3 Jahre.
Sind Antidepressiva bei Schwindel zwingend notwendig?
zwingend erforderlich. Viele stehen diesen Medikamenten skeptisch gegenüber.
Erfahrungsberichte anderer Betroffener können helfen, eine individuelle
Entscheidung zu treffen.
Was tun, wenn die Standardbehandlungen nicht helfen?
kann es sinnvoll sein, ergänzende oder alternative Maßnahmen in Betracht zu ziehen.
Diese können auch parallel zu Psychotherapie oder medikamentöser Behandlung
begonnen werden.
Warum reicht es oft nicht, nur eine einzelne Maßnahme umzusetzen?
und Verspannungen. Wird nur ein Bereich behandelt, können die anderen
Faktoren weiterhin Symptome auslösen. Ziel ist es, diesen Kreislauf
ganzheitlich zu durchbrechen.
Welche weiteren Therapien und Maßnahmen werden häufig ausprobiert?
Medikamente, Entspannungsverfahren, Mikronährstoffe, Akupunktur,
TENS, Hypnose oder Atlaskorrekturen. Die Erfahrungen mit diesen
Methoden sind individuell sehr unterschiedlich.


