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Antidepressiva bei Schwindel & Benommenheit

Wir sind schon auf einige rezeptfreie Schwindel-Medikamente und Beruhigungsmittel eingegangen. Wie sieht es aber mit Antidepressiva aus, die bei phobischem Schwankschwindel zur Standardbehandlung gehören?

Positive Erfahrungen

Es gibt einige Betroffene die mit Antidepressiva die Benommenheit und den Schwankschwindel (teilweise komplett) wegbekommen haben:

Antidepressiva haben bei mir das Problem gelöst. Alle Symptome waren nach 3-4 Wochen weg. Ich hoffe das bleibt auch so nach dem Absetzen. Ich nehme sie jetzt erstmal weiter.

Ich war irgendwann an einem Punkt, da musste ich mich zwischen Arbeitsunfähigkeit und dem letzten Strohhalm, Antidepressiva, entscheiden. Ich habe mich dann für Antidepressiva entschieden und diese haben mir in einer sehr schwierigen Phase geholfen wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Die Benommenheit und Angst ging nach 4 Wochen ganz weg. Kurze Schwindelattacken und Nackenschmerzen sind aber geblieben, man nimmt sie aber gedämpft wahr. Nebenwirkungen hatte ich bis auf Gewichtszunahme keine. Nach 12 Monaten habe ich die Antidepressiva ganz langsam abgesetzt mit leichten Absetzsymptomen. Die Benommenheit ist bis jetzt immer noch weg, der Schwindel kommt manchmal wieder in abgeschwächter Form.

Negative Erfahrungen

Oft scheint sich diese Besserung aber nur auf den Zeitraum der Einnahme zu begrenzen:

Ich habe 6 Monate lang das Antidepressiva Paroxetin genommen. Die ersten Tage hatte ich einige Nebenwirkungen wie Übelkeit und – ja – Schwindel! Nach ca. 2 Wochen war der Schwindel fast komplett weg. Ich konnte endlich wieder normal raus gehen und z.B. in Einkaufscenter, was vorher der blanke Horror war. Einige Monate lang ging es mir bis auf die Nebenwirkungen richtig gut. Die Nebenwirkungen waren Gewichtszunahme von über 10 kg und ein Gefühl von Gleichgültigkeit, man fühlt sich wie ein Zombie. Ich habe dann versucht, das Medikament langsam auszuschleichen und hatte trotzdem massive Nebenwirkungen (z.B. ungewollte Kopfbewegungen und eine Art Stromschläge). Nach ca. 4 Wochen waren alle alten Symptome inklusive Schwindel wieder da. Es behebt also die Symptome nicht, sondern überdeckt sie nur. Einen zweiten Versuch habe ich nicht mehr gewagt.

Die Symptome treten dann häufig nach dem Absetzen wieder auf. Hinzu kommen oft Nebenwirkungen:

Ich kann nur warnen vor der Einnahme von Antidepressiva. Mir wurden wegen dem Schwindel vorschnell welche verschrieben und ich hatte massive Nebenwirkungen wie sexuelle Probleme und 15 kg mehr Gewicht in 9 Monaten. Richtig massiv wurden dann die Nebenwirkungen beim Absetzen. Die Nebenwirkungen waren für mich wesentlich schlimmer als die Symptome gegen die das Medikament eigentlich helfen soll.

Einschätzung

Ähnlich wie bei der Psychotherapie gibt es sowohl positive als auch negative Erfahrungen. Wir würden nur in Ausnahmefällen zu Antidepessiva raten, da die Nebenwirkungen – u.a. Schwindel – oft stark sind. Gerade wenn du auch HWS-Beschwerden hast, werden dir 10 kg mehr noch weitere Probleme bereiten. In bestimmten Fällen, wie z.B. bei massiven Panikattacken und Angststörungen, können diese Medikamente aber sehr wirkungsvoll sein.

Schwindel durch Antidepressiva

Es ist auch möglich, dass Schwindel als Nebenwirkung bei der Einnahme von Antidepressiva auftritt (siehe Ursachen). Die Schwindelgefühle treten meist zu Beginn der Einnahme und beim Absetzen auf und werden unterschiedlich stark wahrgenommen. Beim Absetzen, insbesondere wenn zu abrupt abgesetzt und nicht langsam ausgeschlichen wird, können sog. brain zaps auftreten, die sich wie Stromschläge im Kopf oder merkwürdige Impulse anfühlen.

Wie sind Dein Erfahrungen?

Solltest Du schon Erfahrungen mit Antidepressiva gesammelt haben, kannst du diese gerne in unserer Facebook-Gruppe Facebook Gruppe oder hier in den Kommentaren teilen - die Gruppe ist eine geschlossene Gruppe, es können also nur andere Betroffene Deine Inhalte lesen.